Marianske Lazne (Marienbad) |
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Mariánské Lázne /Marienbad/ - Der verhältnismäßig junge Kurort entstand am Anfang des vorigen Jahrhunderts in einem Tal,wo viele vorzügliche Heilquellen entspringen,die aber den örtlichen Insassen schon im 13. Jahrhundert bekannt waren. Im Jahre 1528 wurden diese Quellen zum Auftrag des König Ferdinand I. auf Salzinhalt untersucht. Bis Ende des 18. Jahrhunderts fing der Ordinarius von Teplá Kloster Dr. Jan Josef Nehr an deren Heilwirkungen systematisch zu untersuchen. Im Jahre 1805 hat er bei der Kreuzquelle an der Stelle der ursprünglichen Holzhütte das este gemauerte Haus für Kurgäste "Die goldene Kugel" gebaut. Der Zuzug von Kurgästen bedeutete bald eine schnelle Bauentwicklung. Auf den Grundstücken des Teplá Klosters entstand bald die Ortschaft Marienbad,nach dem Bild der Heiligen Jungfrau genannt. Dieses Bild wurde bei der Kreuzquelle verhängt. Diese Ortschaft wurde im Jahre 1818 zum öffentlichen Badeort erklärt. Der Anfang der zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts bedeutet einen riesigen Aufschwung dieses neuen Ortes - unter der Finanzunterstützung des Abtes Karl Kaspar Reitenberger haben hier der Gärtner Václav Skalník, Architekt Jirí Fischer und Baumeister Anton Turner aus dem ungastlichen,sumpfigen Tal in den Jahren 1817- 1823 eine anmutige Parkstadt mit klasizistischen und Empirhäusern, Gartenlauben, Pavillons und Kolonnaden gebildet. Die geniale Skalníks Raumgliederung der Stadt blieb vom größten Teil bis heute erhalten. Viele bedeutsame Kultur-, Wissenschaftsund politische Persönlichkeiten sus der ganzen Welt kommen in die Stadt - Johann Wolfgang Goethe, Prinz Friedrich von Sachsen, Graf Kaspar Sternberg, Jöns Jakob Berzelius, Václav Jan Tomáek, Marie Szymanowská und andere. Auch in folgenden Jahren vermindert sich die Anzahl von
Kurgästen nicht und der Ruhm der Stadt wächst schnell. Schon im Jahre 1865 wurde
Marienad zur Stadt erklärt. Von bedeutsamen Persönlichkeiten beehrten die Stadt mit
ihrem Besuch u.a. F. Chopin, R. Wagner, A. Bruckner. An das goldene Zeitalter von
Marienbad zwischen 1870- 1914 erinnern uns bis heute zahlreiche historizierte und
Sezessionsumbauten und Neubauten von Kurgebäuden, Hotels, Kolonnaden und Kirchen, die von
Architekten Friedrich Zickler, Josef Schaffer, Arnold Heymann und Josef Forberich
durchgeführt wurden. Parkanlagen wurden verbreitet und romantische Aussichten gestaltet. |
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