Kurort Karlsbad
Karlsbad liegt an der westlichen Grenze, am Zusammenfluß von Ohre (Eger) und Tepla inmitten bewaldeter Hügel und Felsen. Die Stadt wurde von Karl IV gegründet und hat mittlerweile ca. 125.000 Einwohner. Kaiser Karl IV. soll der Sage nach 1350 auf der Jagd die erste Quelle entdeckt haben. Die Geschichte besagt jedoch, daß hier schon im Jahr 1325 die Ortschaft Wary war. Von seinem Leibarzt, P. Payer aus Loket, wurde das Wasser für Heilzwecke empfohlen. Die Quelle wurde Brudler, später Sprudel benannt.
1370 bekam Karlsbad das Vorrecht einer freien und königlichen Stadt. 1522 entstanden die ersten Kurhäuser. Als Mittelpunkt des damaligen Karlsbads galt der Sprudel sowie der Marktplatz mit dem Schloß. Nach Ende des dreißigjährigen Krieges kam es zu einem raschen Aufschwung des Kurwesens, zur Entwicklung der Stadt und zum Aufblühen des Handwerks. Die relativ ruhige Folgezeit spiegelte sich günstig im Leben der Kurstadt wieder. Am Anfang des 18. Jahrhunderts kamen nach Karlsbad Gelehrte und Ärzte um die Quellen zu erforschen. Bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Karlsbad ein bedeutender Kurort.
Karlsbad ist für hervorragende Heilbäder und Kurhotels weltweit bekannt. Da die Stadt ein bevorzugter gesellschaftlicher Mittelpunkt der Aristokratie Österreichs, Deutschlands, Polens und Rußlands war, gelang sie bereits im Hochbarock zu Weltruf. Sie erwarb den Ruf einer idyllischen Stadt der Gemütlichkeit, Erholung und des sorgenfreien Lebens. Der russische Zar Peter der Große war hier im Jahr 1711 zu Kur. Goethe besuchte Karlsbad 13 Mal in den Jahren 1785 1823. Da immer mehr Besucher (u. a. Adelige, Künstler, Politiker, Wissenschaftler) Karlsbad als ideales Erholungsgebiet entdeckten, musste die Kurstadt, hohen Ansprüchen entsprechend und für hohe Besucherzahlen ausgebaut werden.
Karlsbad genießt den Ruf einer kulturellen Großstadt. Es finden hier die großen internationalen Festivals, wie das internationale Filmfestival, Tourfilm, das internationale Jazzfestival, das Internationale Gesangszentrum, das Junge Podium und der Karlsbader Dvorak-Herbst. In der Stadt wirken zehn Kunstagenturen, weiter drei professionelle und acht Amateurensembles, der Filmclub, über elf Musikensembles sowie Gruppen volkskultureller Herkunft. Dazu kommen noch acht Lichtspielhäuser.
Den Kurgäste und andere Touristen steht eine Vielzahl an Hotels, Kurhotels, Unterhaltungs- möglichkeiten jeglicher Art und jede Menge Kultur zur Verfügung. Die Umgebung von Karlovy Vary bietet viele Möglichkeiten zu Ausflügen und Erholung. Der Golfplatz ist mit dem städtischen Busverkehr zu erreichen. Am Fluss Rolava in Rybáre und am Stausee in Brezova gibt es Badestellen. Im Winter lockt das Skigebiet im Erzgebirge besuchen, ungefähr 30 km von Karlovy Vary entfernt. In den Wäldern, die unmittelbar an das Kurviertel grenzen, gibt es ein Netz markierter und instandgehaltener Wege, die auch zur Bewegungstherapie dienen.